Dienstag, April 06, 2004

*Trommelwirbel - Fanfare* Stockholm

Endlich habe ich mal Zeit, hier was zu posten! Wir sind da und mitten drin, es gibt soviel neues, einfach unfassbar. Ich weiss jetzt mal wirklich nicht womit ich anfangen soll. Erstmal bin ich froh ueberhaupt hier zu sein, denn ich nehme immer noch meine blöden Antibiotika. Zum Glueck duerfte ich fahren. Die Fahrt war ziemlich lang und auf der Fähre war es mal a...kalt. Lustig ist allerdings die Autobahn von Malmö nach Stockholm, die nur zweispurig und manchmal sogar nur eine Landstrasse ist. Und nachts war da mal gar nichts los. Ich war erstaunt wie bergig Stockhol ist und wieviel offener Felsen ueberall hier zu sehen ist. Und ueberall Wasser. Im Moment wohnen wir in einem Vorort der Kista (sprich: Schista) heisst und dank schöner Hochhausarchitektur irgendwie einen Ghettocharakter hat, aber es gibt einen ewig offenen Supermarkt und eine Tunnelbanan-Haltestelle vor der Haustuer. Die Uni hat dort in einem Haus ein ganzes Stockwerk gemietet und dort teilen wir uns eine Wohnung. Unser Stockwerk haben wir schon liebevoll den Hochsicherheitstrakt genannt, da man einen Extraschluessel im Aufzug braucht, um in unser Stockwerk zu gelangen. Daneben haben wir noch eine Karte, mit der wir in das Haus gelangen. Anscheinend sind die Schweden kartenverliebt, denn neben meiner Hauskarte besitze ich jetzt auch noch eine Lehrstuhlkarte, mit der ich alle möglichen Tueren in der Uni öffnen kann. Seit Montag muss ich nämlich hier auch arbeiten. Ich werde wohl irgendein Projekt nach Ostern bekommen, denn im Moment werden wir noch eingearbeitet. Es ist das erste Mal, dass ich mit Menschenzellkulturen experimentieren werde; ein komisches Gefuehl.
Am Wochenende waren wir erst mal in der Stadt unterwegs. Es war strahlender Sonnenschein bei 4 Grad Celsius und ich werde mir wohl noch Handschuhe kaufen muessen. Aber es ist absolut schön hier, vor allem Gamla Stan (Die Altstadt). Sonntags waren wir dann mit Marion, einer Bekannten von Mark und Jochen (sie haben sie gerade mal zwei Tage vorher am Bahnhof kennengelernt.... äh ja, auch eine Deutsche die fuers Goethe-Institut arbeitet) in einem kleinen Cafe namens Blå Porten auf Djugården, sehr nett. Alle, die vorbeikommen, werden da mal hingeschleppt.
Es gibt sovielzu erzählen, ich weiss gar nicht wo ich anfangen oder aufhören soll. Deshalb jetzt mal Schluss fuer heute, mehr gibts nächstes Mal. Fuer alle, die sich wundern, warum ich ein "ä" und ein "ö" habe, aber kein "ü", dass gibts hier nicht, denn dafuer hat der Schwede das "y" und das normale "u". Aber ein "å" habes sie, ein dunkles "o" sozusagen, komisch, komisch!

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