Ein deutscher Partykeller
Am Samstag hatten wir unseren Schweden-"Diaabend" bei Wolfgang im Partykeller. Als er das Haus erworben hat, war auf jeden Fall dieser besagte Raum vollständig möbliert und diente somit Dorothea und mir als perfektes Objekt für die Erforschung des rustikalen deutschen Stils.
Meine persönlichen Highlights: Die nikotingelben Butzenschieben(es war ein Kellerraum!), die schmiedeeiserne Heizungsverkleidung, der quietschorangene 70er-Jahre Trichter (zum Gäste abfüllen?), der Weißweinspender (ein Ungetüm aus Eisen), die Messinguntersetzer mit floralen Motiven, der ewig coole kleine Wandkühlschrank, die Holzimitatklebefolie an der Decke, der Teller der freiwilligen Feuerwehr aus irgendeinem fränkischen Kaff, die Kuhglocke (sollte in keinem deutschen Haushalt fehlen), die Schnapsgläser mit Imitat-Knorpelholz verziert, der Weinkeller mit Spiegeln an der Rückwand und automatischem Licht, wenn man die schwarze Metallgittertür öffnet.......
Zusammengebrochen vor Lachen sind wir erst, als Dorothea einen Miniweinrömer fand, auf dem ein passender goldverzierter Minilampenschirm steckte. In dem Glas befand sich ein Teelicht. Sehr geschmackvoll!
Montag, Oktober 04, 2004
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